Pädagogik

Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 16:14 Uhr

Wie sieht unser Pädagogisches Konzept aus?

Pädagogische Tipps strömen aus allen Richtungen, sie werden gelesen und anderswo oftmals versucht umzusetzen, die eigene Intuition und den komplexen Prozess zwischen Erwachsenen und Kindern missachtend. Dies endet oft in Überforderung und Frust auf beiden Seiten. Das Geschehen zwischen Erwachsenen und Kindern läuft dynamisch, sich stets verändernd und wir sind ein mitgestaltender Teil. Oftmals auch mit uns unbewussten Anteilen, worauf Kinder uns unverhohlen aufmerksam machen.

Wir haben für unseren WAKIGA kein starres pädagogisches Konzept, sondern einen liebevollen Leitfaden, der uns hilft, in konkreten Situationen vom Herzen heraus das Richtige zu tun. Dabei ist es für uns wichtig, mit unseren Gefühlen in Kontakt zu stehen, stets zu überprüfen, ob unser Handeln mit unseren Werten übereinstimmt und sich die Situation "stimmig" anfühlt. Aus dieser Intuition heraus sind wir mit den Kindern in Kontakt und nehmen sie so besser wahr und erkennen, was das Wesentliche ist, aus welchen Impulsen, Gefühlen und Bedürfnissen heraus das Kind handelt.

Wir lassen die Kinder an unseren Gefühlen teilhaben, im Kontakt zueinander und im Kontakt mit der Natur. Die Kinder verlangen nach Wahrheit und unverfälschtem Kontakt. Sie werden dadurch angeregt, ihre eigenen Gefühle zu erforschen und ernst zu nehmen.

Wir sehen uns für die Waldkinder als Begleiter und Führer, die ihnen Raum geben können und einen sicheren Rahmen schaffen für ihre Entdeckungen, ihr Lernen, ihre Gefühle und Impulse, ihre schöpferische Kreativität. Wir sind da, wenn die Kinder etwas brauchen und danach verlangen, um ihnen unsere Erfahrungen und unser Wissen mitzuteilen, nicht immer über Worte, vielmehr über das eigene Erfahren und Nachspüren.

Die Impulse der Kinder achten

Kinder haben ihre eigene, zauberhafte Art und Weise, völlig aus ihrer Intuition heraus zu sein. Sind sie mit ihren Bedürfnissen verbunden, so können sie aus dem Moment heraus genau das Richtige für sich tun. Es ist wichtig, dieses zarte Pflänzchen nicht durch Dirigieren, Verbessern und Manipulieren zu zertreten. Achtung und Respekt, Behutsamkeit und Aufmerksamkeit auf die Impulse, die das Kind gibt sind wichtige Geschenke, die Erwachsenen den Kindern geben können damit sich ein innerer Wachstumsprozess entwickeln kann. Wir geben acht, dass wir uns im WAKIGA von den Impulsen und der Neugierde der Kinder im Erleben der Natur leiten lassen, dass wir wach sein können, um feinste und kleinste Regungen wahrzunehmen und ihre Gedankenwelt ernst nehmen.

Stärkung des Selbstvertrauens...

Aus dieser Erfahrung der Achtung und des "Ernst genommen werden" entwickeln die Kinder Vertrauen in ihre Fähigkeiten in allen Ebenen - in ihren Körper, ihre Ideen, ihre Kraft.

.... und der Eigenverantwortung

Somit stellt sich auch ein ganz anderes Maß an Eigenverantwortung ein, denn die Kinder sind mit Ihren Fähigkeiten vertraut und können sich besser einschätzen und überfordern sich nicht. Sie können eigenständig für ihre Sicherheit sorgen. Gerade für die Waldkinder und für uns als verantwortliche Erwachsene ist es wichtig, dass sie im Raum Wald verlässlich sind.

Aktualisiert ( Donnerstag, den 27. Januar 2011 um 10:46 Uhr )
 
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