Gesundheit

Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 16:28 Uhr

Gesundheit:

Die Gesundheit unserer Kinder ist uns allen natürlich sehr wichtig und wir wollen im nachfolgenden Text erläutern, wie wir im Waldkindergarten damit umgehen. Angefangen bei dem Wetter, bis hin zu den Waldtieren, der Ersten Hilfe und vieles mehr.

Ja, die Kinder sind bei jeder Witterung draußen, außer bei Stürmen und extremer Kälte. Als Unterschlupf hierfür dient der auf einer Lichtung stehende Bauwagen, der durch das große Fenster und den Ofen sehr gemütlich ist.

Die Kinder stärken durch den regelmäßigen Aufenthalt an der frischen Luft nicht nur ihr Immunsystem, sondern können auch ihren Bewegungsdrang ungehindert ausleben. Der sich ständig wechselnde Untergrund fördert die Motorik und kräftigt die Muskelatur. Dadurch verbessert sich die Körperbeherrschung und so sind sie sehr schnell vielen Anforderung gewachsen.

Der Wald bietet viel Raum und Ruhe und gibt Reizüberflutung wie Lärm und Stress keine Chance. Daher können sie sich ganz und gar ihrer Intuition und Phantasie hingeben.

Erste Hilfe:

Alle Erzieher sind in Erster Hilfe geschult und führen ein Notfall-Set sowie ein Handy mit Notfallnummern bei sich.

Am Sammelplatz befindet sich immer ein Auto, das jederzeit zur Verfügung steht.

Wald-Toilette:

Das Gesundheitsamt hat keine Bedenken, wenn das >Geschäft< im Wald verrichtet und an geeigneter Stelle eingegraben wird. Daher sind Spaten und Papier, wenn es zu den festgelegten Bereichen geht, immer mit dabei. Geht mal was in die Hose, ist das auch nicht schlimm, dafür gibt es im Bauwagen genügend Wechsel-Anziehsachen.

Ein Wasserbeutel, Seife und Handtuch stehen bereit, damit sich die Kinder jederzeit die Hände waschen können.

Brotzeit:

Es findet eine gemeinsame Brotzeit statt, bei dem die Kinder ihre mitgebrachten Speisen verzehren können. Vorteilhaft sind belegte (Vollwert-)Brote und Rohkost oder Obst.

Im Sommer hat jedes Kind seine eigene Trinkflasche im Rucksack dabei. Im Winter nehmen die Erzieher eine Thermoskanne mit Tee für alle Kinder mit.

Stechende Insekten:

Der beste Schutz gegen Waldtiere ist in erster Linie die Bekleidung

Süße Getränke oder Speisen locken gerne Wespen an und sind daher nicht geeignet. In der Wespenzeit findet zur Sicherheit die Brotzeit unter einem zwischen Bäumen aufgehängten Moskitonetz statt.

Zum zusätzlichen Schutz gegen Mücken und Zecken haben sich diverse Öle oder Lotionen bewährt.

Zecken:

Wenn die Temperatur konstant 10 Grad Celsius übersteigt - in der Regel von März bis Oktober - ist Zeckensaison. Mit richtiger Kleidung kann man sich schützen. Zum Beispiel die Socken über die Hose ziehen oder helle Kleidung wählen, um die Zecken leichter sehen zu können. Auch hier haben sich Lotionen bewährt, die die Zecken für ein paar Stunden abhalten.

Zecken warten im Gras, im Unterholz und in Büschen auf Warmblüter. Zecken beißen nicht sofort zu, sondern suchen zunächst nach einer geeigneten Körperstelle mit weicher und warmer Haut. Da die Zecken sich gerade bei Kindern gerne im Kopfbereich niederlassen (auch gerne hinter den Ohren), ist eine Kopfbedeckung sehr ratsam.

Eine schnelle fachgerechte Entfernung mit einer speziellen Pinzette, bei der der Zecken-Körper nicht gequetscht wird, ist sehr wichtig. Dazu packt man die Zecke möglichst nahe an ihrem Beiß- bzw. Stechapparat, hebt sie senkrecht an und zieht sie mit gleichmäßigem Zug, gerade oder mit einer leichten Drehbewegung, langsam heraus. Wichtig dabei ist, dass die Zecken nicht vorbehandelt werden.

Anschließend kann man die Einstichstelle desinfizieren oder mit einer antiseptischen Salbe behandeln.

Zwei Krankheiten (FSME / Borreliose) können übertragen werden. Es sind aber bei weitem nicht alle Zecken, die in Endemiegebieten leben, Überträger dieser Krankheiten.

  • Die FSME Viren befinden sich in den Speicheldrüsen und werden aus diesem Grund direkt mit dem Stechakt auf den Wirt übertragen. Eine frühe Entfernung der Zecke schützt daher nicht vor einer Infektion. Eine Impfung im Frühsommer bewirkt eine Immunität gegen diesen Erreger. Hierzu ist es ratsam zu überprüfen, ob man sich in Endemiegebieten aufhält.Laut Baxter Deutschland GmbH gehört der Landkreis Freising nicht zu den gefährdeten Gebieten.

  • Die Borrelien - Bakterien befinden sich im Mitteldarm der Zecke und gelangen daher erst nach ungefähr 12 bis 24 Stunden in den Wirt. Innerhalb dieser Zeit wird von den Betroffenen die Zecke oftmals entdeckt und entfernt, so dass mit einer Infektion mit Borrelien nicht zu rechnen ist. Gegen die Lyme - Borreliose gibt es keinen Impfschutz. Da die Borreliose in ganz Deutschland vorkommen kann, gibt es nicht wie bei FSME üblich eine Karte von Endemiegebieten.

Giftige Pflanzen:

Bei einigen Pflanzen reichen schon geringe Mengen aus, um die Gesundheit zu gefährden (z.B. Tollkirsche, Seidelbast). Die Erzieher sind daher über die Standorte von Giftpflanzen und -pilze informiert und geben diese Informationen mit Regeln an die Kinder weiter.

Weitere Infos unter: www.zecke.de www.medicine-worldwide.de

Aktualisiert ( Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 16:34 Uhr )
 
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